Kindern eine Chance!
Entwicklung ist ein Grundrecht!




Gute WERT(e)volle frühkindliche Entwicklung
IST MÖGLICH

- selbst in benachteiligten Situationen -
wie in Haiti bewiesen

Zentrale Vision der Arbeit von Peter Hesse ist:

Kinder in EINEr Welt müssen die Chance erhalten, sich eigenständig ganzheitlich zu entwickeln durch Liebe, bestmögliche Fürsorge und hochwertige frühkindliche Bildung sowie anschließende gute Grundbildung in jeweiligen kulturellen Rahmen. Das Recht auf Entwicklung ist ein Grundrecht.

Niemand kann entwickelt WERDEN
- aber solidarische Hilfe zur Selbsthilfe ist notwendig zum Wenden von Not

"Das Ganze muss durch Lernen wachsen"

Im 10. Jahr der Peter-Hesse-Stiftung "SOLIDARITÄT IN PARTNERSCHAFT für EINE Welt" eine grundsätzliche Positions-Klärung und einige Problemlösungs-Ansätze - als Vision, Hoffnung und eigene Handlungsleitlinie für Entwicklung in EINEr Welt, die auch nach 25 Jahren des konkreten Engagements unverändert besteht:

Menschen und Natur in Not brauchen Hilfe - Nothilfe. Diese muss ergänzt werden durch Entwicklungshilfe. Aber: Kein Mensch und kein Staat kann entwickelt werden. Wachsen, sich entwickeln, kann nur jeder Mensch und jeder Staat selbst. Dies erfordert freiheitliche, gerechte Rahmenbedingungen in einer dies sowie insbesondere Menschenwürde und andere Grundrechte sichernden funktionsfähigen Rechtsordnung. Zinslastreduzierung und verbesserte Zoll- und Handels-Bedingungen zum Ausgleich historischer Benachteiligung und Ausbeutung des Südens durch den Norden, aber auch Kampf gegen Korruption sind weitere global erforderliche Voraussetzungen. Hilfe zur Selbsthilfe, die einzig sinnvolle Entwicklungshilfe, dient dann der Beschleunigung von jeweiliger Eigen-Entwicklung.
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VISION vom Leben in EINEr Welt in Vielfalt

Im Bewusstsein, dass alles über den innersten Kern allen Seins, einem alles umfassenden GEIST, miteinander verbunden ist, haben wir Menschen die Freiheit und stehen vor der Aufgabe, ein Gleichgewicht zu gestalten, das

  1. die gewachsene und sich weiter entwickelnde Basis allen Seins, die Natur (Biosphäre) schützt und erhält;
  2. ein friedliches, liebevolles MITEINANDER der Menschen in einem würdevollen Leben in Sozialstrukturen ermöglicht, die von der "Goldenen Regel" geprägt sind;
  3. die materiellen Früchte menschlichen Forschens und kreativen Arbeitens in diesem MITEINANDER in einer offenen, fairen und zugleich effizienten Weise allen Menschen - entsprechend ihrem Engagement - zukommen lässt. Dies bedingt einen globalen Markt, der jedoch durch die Korrekturfaktoren 1. + 2. zwingend begrenzt ist, eine globale "Öko-soziale Marktwirtschaft".

Voraussetzungen für die Freiheit zur Mitgestaltung eines Gleichgewichts zwischen den 3 Faktoren sind zunächst ein entsprechendes Bewusstsein (eine Bewusstheit) sowie die Möglichkeit zum Erwerb der für die aktive Teilnahme am Gesamtsystem erforderlichen Fähigkeiten.
Solche Fähigkeiten wachsen unter dem Einfluss elterlicher Liebe und bewusster, frühkindlicher Förderung sowie anschließender guter Grundbildung, welche die unterschiedlichen Anlagen der Menschen erkennt und individuell unterstützt.

Aufgaben der Gemeinschaft sind die Schaffung eines sicheren rechtlichen Rahmens und die Gewährung der Startchancen bei der individuellen Entwicklung aller Menschen im Rahmen ihrer jeweiligen Kultur - aber ohne Zwang zur Einhaltung der gewachsenen kulturellen Grenzen. D. h. der jeweilige kulturelle Rahmen ist zu respektieren, aber für eine offene Gesellschaft sind die Menschen vor dogmatischem kulturellem Zwang zu schützen.
Die Gesamtverantwortung der Gesellschaft für die Lebensgestaltung und für den damit verbundenen "Erfolg" des Einzelnen endet mit dem Alter des Menschen, in dem er seine frühzeitig erworbenen Fähigkeiten im Rahmen der gesellschaftlichen Strukturen eigenständig nutzen kann - also nach einer hochwertigen Grundbildung. Weiterführende und lebenslange "höhere" Bildung könnte und sollte durch gesellschaftliche Gruppierungen gestaltet und (mit-)finanziert werden, die daran auch eigenes Interesse haben. Dies schließt öffentliche Förderung bei Gemeinschaftsinteresse nicht aus. Prinzipiell ist aber jeder Mensch für sich selbst verantwortlich - vorausgesetzt die prägenden und zur Freiheit befähigenden Lebens-Starthilfen sind gegeben. Eine solidarische Gesamtverantwortung für ein menschenwürdiges Leben bleibt jedoch gegenüber all den Menschen bestehen, die unverschuldet, z. B. durch Krankheit oder sonstiges Schicksal, keine Fähigkeiten erwerben können, die sie zu eigenständiger Lebensführung befähigen. In welchem Ausmaß eine Grundsicherung des Alters und der Gesundheit von der Allgemeinheit zu organisieren und zu finanzieren ist, sollte abhängig von einem demokratischen Entscheidungsprozess der jeweiligen (staatlichen) Gemeinschaft sein. In diesem Entscheidungsprozess ist dem Subsidiaritätsprinzip zu folgen und gleichzeitig Transparenz zu wahren. So lange allerdings noch keine der für eigenständige Entwicklung und Risikoabsicherung erforderlichen Rahmenbedingungen - insbesondere noch kein hochwertiges, allgemein zugängliches Früh- und Grundbildungssystem - gestaltet sind und Wirkung entfalten können, ist eine Synthese von individueller und globaler Solidarität für ein menschenwürdiges Leben aller Menschen unserer Einen Welt unverzichtbar.

Peter Hesse (Peter-Hesse-Stiftung SOLIDARITÄT IN PARTNERSCHAFT für EINE Welt in Vielfalt)
März 2006 p.hesse@solidarity.org

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